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Innenrestaurierung des schlosses

Nachdem die Stadt Mölndal 1949 Gunnebo von der letzten privaten Eigentümerfamilie Sparre gekauft hatte, wurde eine umfassende Restaurierung des Schlossgebäudes in Angriff genommen – sowohl innen als auch außen. Die Leitung hatten der damalige Leiter des Röhsska-Museums Göran Axel Nilsson und der Restaurator Sven Dahlén. Sie beschlossen auch, die Säle des Schlosses wieder dem 18. Jahrhundert gemäß einzurichten. Dafür nutzen sie sowohl Gegenstände und Möbel aus den Sammlungen des Röhsska Museums und dem Historischen Museum Göteborg (dem heutigen Stadtmuseum von Göteborg) als auch Kopien nach den Originalzeichnungen von Carlberg. Einzelne Stücke wurden auch hinzugekauft. Der Landschaftsarchitekt Walter Bauer entwarf einen Vorschlag für die Wiederherstellung der Formgärten, die dem Schloss am nächsten liegen. Diese wurden teilweise realisiert.

nach 70 jahren ist es wieder so weit!


Das war vor 70 Jahren. Jetzt ist es an der Zeit für die nächste große Restaurierung der Räume im Schloss Gunnebo. In den schönen Repräsentations-Räumen hat sich der Leinöl-Lack der Wände gelb verfärbt, hier und dort bröckeln Farbe und Putz und bringen frühere Farbschichten ans Tageslicht. Fußböden, Schwellen und Treppen sind vom Zahn der Zeit und vielen Besuchern verschlissen. Die Fenster des Schlosses müssen renoviert werden, die Textilien sind ausgebleicht und spröde und das fast 70 Jahre alte Kupferdach hat sich fast schon selbst überlebt.

Daher hat Gunnebo im Jahr 2019 in drei Räumen mit der Innenrestaurierung begonnen: im oberen östlichen Gästezimmer, in Fräulein Christinas Schlafzimmer und im Kabinett der Frau Hall. Diese drei Zimmer wiesen besonders starke Schäden auf, sodass die Wahl der Priorisierung nicht schwer fiel. In diesen Räumen werden Methoden und Materialien getestet und anschließend in einer Referenzgruppe ausgewertet. Diese setzt sich zusammen aus Gunnebos Handwerkern und Restaurierungsarchitekten, kommunalen Vertretern und Vertretern der Universität Göteborg sowie aus den an den Arbeiten beteiligten Unternehmen.

zeichnungen aus dem 18. jahrhundert


Die Zeichnungen von Carl Wilhelm Carlberg aus den 1780er Jahren erzählen uns, wie die Räume einst geplant wurden und ausgesehen haben. Wenn man Schnitzereien, Paneele, Pappe und Masonitplatten aus späteren Zeiten vorsichtig entfernt, kommen darunter noch Spuren der originalen Materialien und Farben zum Vorschein. Es überrascht nicht, dass die Farbe der Kachelöfen identisch mit der Farbe der Wände ist. Es geht nur darum, den richtigen Ofen zu finden. Denn wir wissen, dass mehrere Kachelöfen im Lauf der Zeit innerhalb des Hauses umgezogen wurden. In unseren drei Testräumen verkleiden wir die Wände mit Leintuch, so wie es auch im 18. Jahrhundert üblich war. Auf den Stoff wird handgemachtes Büttenpapier aus Jämtland geklebt und dann werden die Räume in der Farbe gestrichen, die sie höchstwahrscheinlich zu Zeiten der Familie Hall hatten. Darunter werden aber die Schichten aus all den vorherigen Jahrhunderten weiter bewahrt. Mit Hilfe der Informationen aus den Inventarlisten von Frau Christina Hall erhalten die Zimmer neue Stoffe, die in Bezug auf Materialien und Farben dem Original so nahe wie möglich kommen. Auf diese Weise können die Zimmer weitgehend wieder so eingerichtet werden, wie sie einmal ausgesehen haben. Damit setzen wir den Grundgedanken der Renovierung aus den 1950er Jahren fort, der aber damals nicht komplett umgesetzt wurde.

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